Das Natural-Balance-Programm

 

 

Ziel des Natural-Balance-Programmes ist ein lockeres motiviertes Pferd, welches sich in einer für ihn komfortablen und gesundheitsfördernden Haltung bewegt.

 

Das Pferd lernt durch verschiedene Techniken bei der Arbeit an der Hand und an der Longe, wie es sich später unter dem Sattel leicht und balanciert bewegen kann.

 

 

Jegliches Training an der Hand oder der Longe findet - auch bei schwierigen oder  sogenannten „lernresistenten“ Pferden  - am gut sitzenden Halfter statt. Ohne Hilfszügel oder Zwangsmitteln gleich welcher Art!

 

Hier zeigt Brownie einen leichten und balancierten Trab an der Longe. Ohne jegliche Ausbinder oder andere Hilfsmittel. Brownie war bis vor einigen Jahren nur sehr schlecht zu longieren, es war eher ein Rennen im Kreis mit hoch erhobenem Kopf und überhöhtem Tempo.

Sie hatte alle Hilfszügel ignoriert und mich erst dazu gebracht über die althergebrachten Longiermethoden nachzudenken, sie in Frage zu stellen. Sie ist sozusagen die „Initiatorin“ meines Natural-Balance-Programmes.

Die Dame war übrigens bereits sechzehn, als wir das Training begonnen hatten. Es gibt also keine Altersgrenze nach oben, um das Pferd in dieser Weise anzutrainieren.

Hier ist meine kleine Lucky bei Ihren ersten „ernsthaften“ Longierübungen zu sehen. Sie hat gelernt, auf Kommando Kopf zu senken. Sie reagiert auf Druck am Halfter, bzw. Zug an Strick oder Longe mit dem Stellen des Kopfes ohne ihn dabei in die Höhe zu recken, sondern ihn gesenkt zu halten und dabei locker vorwärts zu laufen.Dabei zeigt sie bereits eine schöne Längsbiegung und einen guten Untertritt.

Lucky hatte mit eineinhalb Jahren einen Unfall, nach dem sie extrem unbalanciert war und deutliche Bewegungsstörungen zeigte. Lucky wankte, reckte den Kopf in die Höhe und war lange Zeit nicht in der Lage bei der Bodenarbeit eine einzelne Stange zu überwinden, ohne das  sie dabei stolperte.Sie ist seit Mitte 2010 bei uns und ich arbeite Sie seit dem Spätsommer 2010 am Boden, später auch an der Longe nach dem Natural-Balance-Programm. Inzwischen ist sie deutlich balancierter, arbeitet motiviert mit und kann in allen Grundganarten - auch in Wendungen - geritten werden. Ein großer Erfolg!

 

Der Reiter erlernt diese Techniken, um das Pferd in seiner Balance zu unterstützen. Ohne das Pferd dabei zu stören oder mit zu vielen gut gemeinten Hilfen zu überschütten. Klarheit in der Hilfengebung und Konsequenz gegenüber sich selbst sind hier elementar und das Erste, was der Reiter lernt.

 

Auf dem Bild ist Valentino bei der Galopparbeit zu sehen. Er hat bereits die Grundschule an der Hand und der Longe hinter sich. Valentino zeigt einen schönen, gut untergesetzten Galopp bei lockerer Schulter und einer natürlichen Haltung. Ebenso ein offenes, leichtes Genick und die Nase fast an der Senkrechten am losen Zügel.

 

Bitte beachten Sie den locker getragenen Schweif,das aufmerksame Ohrenspiel und den konzentrierten Gesichtsausdruck! Ein Pferd, welches willig und motiviert mitarbeitet.